Alle Jahre wieder – Gedanken zum Winter

Der erste Schnee diesen Winters hat heute meinen Spaziergang gezuckert. Naja, für Zucker war es doch ein bisschen zu feucht und der Regenanteil noch deutlich zu hoch, aber die Vorboten von Frau Holle haben mich schon ein bisschen eingestimmt. Und diese Gedanken aus der Natur, möchte ich mit Ihnen teilen…

Als ich so lief, wurde mir bewusst, wie deutlich uns der Winter doch unsere Abspaltung von der Natur vor Augen führt. Oder haben Sie sich gefreut? Dachten Sie: „Jaaa! Endlich Schnee!!!“ – so wie Sie es als Kind mit Sicherheit getan haben? Wahrscheinlich ehr nicht, oder? Sie dachten ehr: „Verdammt! So bald schon?“… Oder: „Morgen früh…“.

Der Winter weht uns unverblümt ins Gesicht, wie krass doch der Gegensatz unserer „Zivilisation“ zu unserer Wiege, der Natur steht. Der Winter ist die Zeit der Ruhe, des Luft holens – doch wir haben ihn zur Zeit der Hektik und des Konsum-Irrsinns gemacht. Keine Spezies außer der, des Menschen, legt dieses Verhalten an den Tag. Alles in der Natur ist auf Pause, auf Neubeginn gestimmt, während wir im Kunstlicht wie die Bekloppten Geschenke shoppen und Jahresabschlüsse machen. Ganz klar, dass wir zu dieser Jahreszeit panisch werden – oder haben Sie Vorräte angelegt, um die stillen Tage in Ruhe genießen zu können? Haben Sie sich Winterspeck angefuttert, um ein paar Wochen im Bett liegen bleiben zu können? (Ich schon :))

Natürlich braucht das heute keiner mehr. Doch abgesehen davon ist uns schon etwas verloren gegangen. Der Rhythmus der Natur und der Jahreszeiten liegt ja auch uns tief in den Genen verwurzelt. Wir vergessen gerne, dass wir ein Teil dieser Welt dort draußen sind. Und auch wir brauchen unsere Rhythmen um nicht unter zu gehen.

Die Natur wirft allen Balast, alles Alte ab und geht in eine Phase der Ruhe, der Erholung. Die klare, kalte Luft lädt zum Durchatmen ein. Die Kälte und das Wetter zum Rückzug in unsere modernen Höhlen. Alle Energien sind gebunden und die Atmosphäre klar und rein. Das fehlende Licht zur Innenschau, zur Selbstreflektion. Haben Sie gerade Zeit dafür?

Und wann haben wir überhaupt diese kindliche Freude über Bord geworfen? Erinnern Sie sich? Haben Sie als Kind nicht auch kaum erwarten können, endlich Schlitten und Skier aus dem Keller holen zu können? Haben Sie die Zunge rausgestreckt und die Schneeflocken aufgefangen und schmelzen lassen? Den ersten Schneeengel des Jahres gemacht?

Es ist an der Zeit, dass Sie sich ein Stück dieser alten, kindischen Freude zurückholen! Wenigstens ein bisschen, um gutgelaunt durch diese hektische Zeit zu kommen. Denn diese Freude, dieser Blick auf die Welt holt uns aus den Gefängnissen in unseren Köpfen und schenkt uns den Augenblick. Der Moment, wenn die Schneeflocke auf die Zunge oder Nasenspitze trifft – das ist Realität! Unser Atem, der zauberhafte Wolken in der kalten Luft malt – das ist die Wirklichkeit!

Lassen Sie sich von Ihrem inneren Kind in den Moment holen und vielleicht erinnern Sie sich ein wenig an den alten Zauber der Weihnacht und Winterzeit!

PS: Sollten Sie Hilfe dabei brauchen, dann werfen Sie doch mal einen Blick in meinen Terminkalender 🙂

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