Meditation – also das Loslassen der Gedanken und des Lärms – ist schon in ruhigen Zeiten nicht die einfachste Sache für viele von uns. Doch genau dann, wenn wir meditieren am nötigsten bräuchten, scheint es uns unmöglich: in Krisen, wenn es uns schlecht geht, wenn wir unter Stress und Druck stehen. Doch genau da werde ich dir helfen. Lass uns loslegen und in die Meditation einsteigen.

Der erste und wichtigste Punkt, um auch in einer schwierigen Phase deines Lebens loszulegen ist: Lass deine Erwartungen und deinen Anspruch an dich selber los. Es geht nicht darum, stundenlang in absoluter Stille zu sitzen und die Erleuchtung zu erlangen. Es geht noch nicht mal darum, 5 Minuten Leere zu erreichen. Vielleicht erscheint es dir gerade unmöglich, auch nur einen Augenblick der Stille zu erreichen – aber genau das wirst du. Egal wie wild es gerade um dich zugeht, egal wie schlecht du dich gerade fühlst. Und du solltest immer bedenken, dass alle die, die dich mit ihrer Ruhe und ihrer Meditationspraxis beeindrucken, sehr wahrscheinlich selber durch oder in einer Krise zur Meditation gekommen sind.

Der zweite Punkt ist: Alles was du zum Meditieren brauchst, bist du! Du brauchst keinen Schnickschnack, keine besondere CD, Räucherstäbchen, Kerze, Sitzkissen – und so weiter. Das ist alles „nice to have“ und sicherlich auch hilfreich, wenn es darum geht, die Meditation in deinen Alltag zu integrieren, Rituale zu schaffen. Aber um loszulegen brauchst du das alles nicht. Du kannst jetzt sofort in diesem Moment anfangen zu meditieren. Alles was du brauchst hast du bereits dabei. Das wichtigste Instrument ist dein Atem.

Mit dem Atem meditieren

Ich habe dir versprochen, dass der Augenblick der Stille, der unser „Ziel“ für heute ist, bereits vorhanden ist. Du findest ihn in etwas, was so nahe und alltäglich ist, dass es schon absurd klingt. Aber es ist tatsächlich so: die absolute Stille und Leere findest du in jedem deiner Atemzüge. Alles was du tun brauchst, ist die Aufmerksamkeit auf den richtigen Moment zu legen. Der Atem ist deine Tür in die Meditation. Und damit kannst du direkt loslegen. Wir nutzen als erstes den Atem als eine Art „Wellenbrecher“.

  • Setz dich locker, bequem auf deinen Sitzplatz. Schau, dass du 2-3 Minuten einfach so sitzen kannst und dich dabei wohlfühlst. Nun schließt du bewusst deine Augen und nimmst mal einen tiefen Atemzug, um den ganzen Stress und die Hektik deines Tages abzuwerfen.
  • Jetzt atmest du sehr bewusst und tief ein. Mach deine Lunge richtig voll, halte die Luft auch ein wenig. Beobachte einfach wie sich dein Brustkorb mit köstlicher Luft füllt.
  • Und nun atmest du diese ganze Luft wieder aus – bis du vollkommen leer bist. Kein einziges Molekül ist noch in dir. Dieser Phase des Atmens gilt unsere Aufmerksamkeit, denn hier wohnt die Stille. Versuch mal jetzt doch mal an irgendwas zu denken? Welche Gedanken haben dich gerade noch gegeiselt und belastet? Versuche zu denken während deine Lunge leer ist und du den Atem stoppst!
  • Das funktioniert natürlich nur einen Moment – aber genau das ist der versprochene Augenblick der Leere und Stille. Du atmest wieder ein, füllst dich wieder mit Leben und den zugehörigen Gedanken. Atmest wieder aus und betrachtest die wundervolle Leere… Das wiederholst du nun einige Male und gehst dann nach und nach zu einem ruhigeren, tiefen aber runden Atemfluss über. Und immer wenn du wieder diesen Punkt der Leere erreichst, freust du dich und umarmst ihn.

Diese heftige Art der Atmung und dieses bewusste „Luft draußen lassen“ wirkt ein wenig wie ein Brecheisen, aber genau das hast du gebraucht und gewollt – oder? Der Vorteil dieser Methode ist, dass es eine Form der Meditation ist, die du überall und jederzeit problemlos anwenden kannst: im Wald beim Spaziergang, im Büro und auf der Arbeit, in einer akuten Krisensituation, bei einer aufkommenden Panikattacke. Konzentriere dich erst mit voller Wucht auf die Atempause und geh dann nach und nach zu einer ruhigeren, achtsamen Atmung über.

Wenn dir dieser Einstieg in die Meditation gefallen hat und du damit den Gedankenlärm ein wenig stilllegen konntest, dann bleib am Ball. Probier das mal ein paar Tage aus, immer wieder mal 2-5 Minuten. Im nächsten Schritt bekommst du von mir ein inneres Bild, mit dem du diese Meditation vertiefen kannst. Bis dahin freu ich mich über dein Feedback – lass gerne einen Kommentar da und teile diesen Post mit allen, denen vielleicht so ein kleiner Moment der Stille auch gut tun würde?

Coaching & Energiearbeit

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